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Es genügt nicht

Es genügt nicht, dass man zur Sache spricht. Man muss zu den Menschen sprechen.

Stanislaw Jerzy (1909-1966)

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Welche Störungsbilder gibt es?

Störungen können in folgenden Bereichen auftreten:

Aussprache und Mundfunktionen:

Das Kind bildet einzelne Sprachlaute nicht oder anders, ersetzt einzelne Laute im Wort oder stellt sie um. Sind mehrere Laute betroffen, kann die Aussprache verwaschen bis unverständlich sein.
Beispiele: "An lota Sua" statt "An rota Schua", "Gagabei" statt "Papagei".

Die Mundmotorik und/oder das Schluckmuster können auffällig sein. 

Wortschatz und
Wortfindung:

Das Kind kennt nicht genügend altersgemässe Wörter. Das Kind kann ihm bekannte Wörter nicht abrufen, braucht ähnliche Wörter oder behilft sich mit Umschreibungen.
Beispiele: "Orange" statt "Zitrone" oder "Schiff" statt "Fisch" oder "sona Dings zum Offmaha" statt "Schlüssel".

Satzbau:

Das Kind verwendet falsche Wortformen. Das Kind stellt Wörter im Satz um oder
verkürzt Sätze.
Beispiele: "Zwo Huus" statt "Zwo Hüser" oder "I Öpfel gässt han."
"I ham, wäl han-i Hunger."

Sprachverständnis:

Das Kind führt sprachliche Aufforderungen nicht oder falsch aus. Das Kind versteht
sprachliche Aufforderungen nicht, obwohl es normal hört. Es fragt nach, als ob es
nicht richtig gehört hätte ("häh?" oder "was?").

Redefluss und -tempo:

Das Kind wiederholt Laute, Silben oder Wörter (Stottern). Das Kind verkrampft sich
beim Sprechen. Die Atmung und das Sprechen werden blockiert. Das Kind spricht
überstürzt und "verschluckt" Laute, Silben und Wörter (Poltern).
Beispiele: "A-a-a-aber i-i-iiiii möcht schschschschpila."

Sprachakzentuierung:

Das Kind spricht monoton oder betont nicht dem sprachlichen Inhalt entsprechend.

Stimme:

Das Kind ist permanent heiser. Das Kind spricht gepresst, zu hoch oder zu tief.
Das Kind "näselt".

Kommunikationsverhalten:

Das Kind vermeidet den Blickkontakt. Das Kind vermeidet das Sprechen,
obwohl es sprechen könnte. Das Kind spricht z.B. nur in bestimmten
Situationen oder nur mit bestimmten Personen. Das Kind hält sich nicht
an sprachlich-kommunikative Regeln. Es hört kaum zu und reagiert nicht
angemessen, wenn es angesprochen wird.

Lesen und Schreiben:

Das Kind zeigt Auffälligkeiten in der Lesefertigkeit, beim Verstehen des Gelesenen
und/oder der Rechtschreibung. Oft stehen diese Schwierigkeiten im Zusammenhang
mit einer Störung der gesprochenen Sprache.

Nichtsprachliche Bereiche:

Das Kind zeigt Auffälligkeiten in verschiedenen Wahrnehmungsfunktionen (Spüren,
Hören, Sehen), in der Motorik, im sozialen und emotionalen Verhalten oder in der
Spielentwicklung. Dies kann die Sprachentwicklung negativ beeinflussen.

   

Einige der oben beschriebenen Auffälligkeiten können im Rahmen einer Sprachentwicklungsstörung zusammen auftreten.

Bei Erwachsenen können in folgenden Bereichen Störungen auftreten:

Sprache:

Erworbene Sprachstörungen (Aphasien) können als Folge einer Hirnverletzung auftreten, z.B. nach Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Tumor, degenerativen Erkrankungen oder Entzündungen des Gehirns.
Bei Aphasien ist immer das gesamte Sprachsystem betroffen. Die Patienten haben Mühe mit dem Verstehen von gesprochener und geschriebener Sprache und mit dem Sprechen, Lesen und Schreiben.

Sprechen:

Patienten mit einer Dysarthrie können infolge einer zentralen oder peripheren Schädigung des Nervensystems Sprechbewegungen nicht mehr richtig steuern und ausführen. Bei einer Sprechstörung können Atmung (Respiration), Stimmgebung (Phonation), Melodie und Rhythmus (Prosodie), Resonanz und Lauterzeugung (Artikulation) betroffen sein. Daher ist die mündliche Kommunikation bei dysarthrischen Patienten durch eine Veränderung der Lautstärke, des Sprechrhythmus sowie durch eine Veränderung der Stimme und eine undeutliche Artikulation eingeschränkt.

Stimme:

Die Hauptmerkmale von Stimmstörungen (Dysphonien) sind ein veränderter
Stimmklang und eine reduzierte stimmliche Leistungsfähigkeit. Stimmstörungen können körperliche Ursachen haben oder durch einen fehlerhaften Gebrauch der Stimme entstehen. Auch seelische Belastungen können die Stimmfunktion beeinflussen.

Schlucken:

Patienten mit Schluckstörungen (Dysphagien) können Schwierigkeiten beim Kauen, beim Transportieren der Nahrung im Mund oder beim Schlucken selbst haben.

 
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